Nistkasten
Ein Nistkasten ist eine vom Menschen geschaffene Nisthilfe. Er weist einen Hohlraum auf, der von bestimmten Tierarten zur Aufzucht der Brut bzw. von Jungtieren und zu Übernachtungszwecken genutzt werden kann.Der Nistkasten ist die klassische Form der Nisthilfe und dient in erster Linie dem Artenschutz vor allem von Vögeln (Höhlenbrüter, Nischenbrüter), Säugetieren (Fledermäuse, Bilche) und Insekten (Bienen, Hummeln, Hornissen, Wespen). In der Forstwirtschaft und im Obstanbau ist die Ansiedlung von insektenvertilgenden höhlen- und nischenbrütenden Singvögeln mit Nistkästen eine Maßnahme, um der Überhandnahme von Schädlingsraupen entgegen zu wirken und so den ökologisch problematischen Einsatz von Insektiziden zu vermeiden.
Die landläufig bekanntesten und verbreitetsten Nistkästen sind eben solche für die Höhlen- und Nischenbrüter unter den Vögeln. Gewissermaßen die Urform dieser Nistkästen sind sogenannte Nisthöhlen. Diese Form der Nisthilfe geht auf den thüringischen Ornithologen Hans Freiherr von Berlepsch (1857-1933) – einen der Nestoren des Vogelschutzes – zurück. Berlepsch entwickelte einst nach dem Vorbild der natürlichen Spechthöhlen, die im naturnahen Wald mit die wichtigsten Heimstätten für Höhlenbrüter ausmachen, einen Nisthöhlentyp aus Stammstücken der Schwarzerle in mehreren, auf verschiedene Vogelarten abgestimmten Größen. Durch diese als erste maschinell in Serie gefertigten Berlepschen Nisthöhlen erhielt der Vogelschutz-Gedanke großen Auftrieb.
** siehe Copyright
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