Winterfütterung

Fütterung von Vögeln

Die Fütterung von Vögeln in durchschnittlich kalten Wintern ist umstritten. Kritiker wenden ein, dass sie das ökologische Gleichgewicht stört: Vogelarten, die sich am Futterort nicht gut durchsetzen können (etwa die von ihrer langen Reise geschwächten Zugvögel), würden durch die Fütterung benachteiligt. Naturschutzorganisationen raten daher oft, nur bei anhaltender Kälte und geschlossener Schneedecke zu füttern.

Allerdings gibt es unter den Ornithologen auch deutliche Befürworter der Vogelfütterung. In der Vogelwarte Radolfzell am Bodensee, die schon seit 50 Jahren die Bestände erfasst, hat man festgestellt, dass von ehemals 110 Brutvogelarten 35% ganz verschwunden sind oder nur noch unregelmäßig brüten. Weitere 20% nehmen in ihrem Bestand ab, und nur 10% zeigen eine Bestandszunahme oder haben sich neu angesiedelt. Weltweit sterben Vogelarten schneller aus, als erwartet, wie US-Forscher feststellten. Der wichtigste Grund für den verheerenden Rückgang sei vor allem die enorme Abnahme hauptsächlich der Nahrungs- aber auch der Nistgrundlagen. Die Abnahme in der Verfügbarkeit von Heuschrecken liege in einer Größenordnung von 90%, bei Pflanzensamen zum Teil bei 100%.

Das Max-Planck-Institut für Ornithologie und englische ornithologische Gesellschaften haben in verschiedenen Studien sämtliche Vorbehalte, die landläufig gegen die Vogelfütterung vorgebracht werden, wissenschaftlich widerlegt und empfehlen zum Erhalt der Vogelbestände die Durchführung einer angepassten Ganzjahreszufütterung. Dieser Ansicht hat sich die Heinz-Sielmann-Stiftung angeschlossen.

** siehe Copyright


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